Tag Archive for 'Frankfurt'

Unglaublich…

…wie schnell die Zeit doch vergeht. Habe mal eben auf das Datum des letzten Posts geschaut und musste voller Erstaunen feststellen, dass es schon ein halbes Jahr her ist. Und wieder zolle ich all meinen Respekt den Bloggern, die es schaffen praktisch nebenberuflich noch ein bis X Posts pro Tag auf ihren Seiten zu hinterlassen. Ihr seid meine wahren Helden!

Nun, ein halbes Jahr. In solchen 6 Monaten kann sehr viel passieren und ist es teilweise auch. Ich werde versuchen das ein oder andere hier in den nächsten Tagen mal aufzuarbeiten. Natürlich nur die Dinge, die für eine potentielle Leserschaft auch von Interesse sein könnten.

Nur kurz soviel, ich bin umgezogen. Aus Frankfurt Bornheim ist Frankfurt Bockenheim geworden. Aus wenig Quadratmeter etwas mehr. Und wie das in Frankfurt so üblich ist, aus viel Miete noch mehr Miete. Aber das Wichtigste: der Blogtitel bzw. -slogan kann bleiben.

Ich habe mir gerade noch die Blogstatistiken angeschaut und die sind mittlerweile desaströs – wenn wundert’s? Zudem musste ich in den letzten Wochen dabei zusehen, wie ich nach und nach entfollowed wurde, was meiner fast kompletten Web 2.0 Abstinenz zu verdanken ist. Aber bekanntlich kommt ja nach Regen immer wieder Sonnenschein. Die Frage ist nur, wie lange es dauert und wann die nächsten Wolken wiederkommen.

Ich wohne (leider) sicher!

Wie manche von euch per Twitter mitbekommen haben, habe ich mich gestern ausgeschlossen. Eigentlich bin ich um diese Art von Missgeschick immer ziemlich gut herumgekommen, habe nie meinen Schlüssel vergessen. Und eigentlich auch gestern nicht! Meinen Schlüsselbund zumindest hatte ich dabei. ABER: Am Vortagabend war ich Joggen. Damit ich nicht den ganzen Schlüsselbund mit mir rumschleppe, pflege ich den Haustürschlüssel vom Bund abzumachen und nur diesen zum Joggen mitzunehmen. Und ihr ahnt es sicher, ich vergass ihn später wieder dranzumachen und ging morgens also mit Schlüsselbund, aber ohne Haustürschlüssel aus dem Haus.

Der Moment an dem man seine Schlüssel aus der Tasche holt und der richtige Schlüssel nicht dabei ist, gleicht einer filmähnlichen Highspeed-Retrospetktive der letzten 24h im Einklang mit einem beißenden Schmerz – ähnlich jenem, den man in der vorderen Stirngegend verspürrt, wenn man zu schnell zu viel eiskaltes trinkt oder isst. Da der Ersatzschlüssel sich ebenfalls ca. 350 km entfernt befindet, war ganz schnell auch diese Idee mit einem typischen Homer Simpson “D’oh” verbunden.

Einziges Glück in der ganzen Misere: Ich hatte mich am morgen beeilt und deshalb die Tür nur zugezogen. Warum sollten die Spezis vom Schlüsselnotdienst (es gibt gefühlte tausend Aabieter in Frankfurt) die Tür also nicht ohne Beschädigungen aufbekommen. Dank iPhone und mobilem Internet also schnell nach ensprechenden Anbietern gesucht. Die Wahl viel relativ schnell auf einen Testsieger von 2001, der für Euro 69,- pauschal Türen öffnet. Am Telefon wurde mir gesagt, dass die Öffnung ohne Beschädigung der Tür und des Schlosses “machbar” sei, wenn die Tür nur zugezogen wurde. Immerhin haben wir im Haus eine Schließanlage, so dass ein wichtiges Kriterium für mich war.

Keine halbe Stunde später war der Mitarbeiter da, der mich äußerlich ein bisschen an Harry aus der zweiten Big Brother Staffel erinnerte. “Harry” war nett und optimistisch. Er versicherte mir, dass er die Tür im Nu geöffnet bekommt und ich schon bald in meinen eigenen vier Wänden stehen kann. Meinen Ausweis oder einen anderen Nachweis, dass ich wirklich zu dieser Wohnung gehöre, wollte er interessanter Weise nicht haben. Selbst die Erkenntnis, dass es sich um eine Doppelfalztür handele, brachte ihn nicht aus dem Konzept:

Ich habe noch niemanden vor seiner Tür stehen lassen!

Nun, wer das Drama per Twitter verfolgt hat, weiß was nun kommt. Geschlagene drei(!) Stunden,…

…etliche Versuche mit Werkzeugen verschiedener Art…

…und das Bemitleiden bzw. teilweise Ignorieren einiger Nachbarn später, kam der gute Mann zu dem Schluss, dass es doch nicht so einfach sei. Das hatte ich bis hierhin gar nicht bemerkt ;-) Aber noch immer hielt er an seiner Aussage fest, während ich so langsam daran zweifelte und mich schon auf die Suche nach Hotels begeben wollte. Schließlich entschloss er sich zu der Möglichkeit, den Spion in der Tür zu beschädigen (Kostenpunkt 15 Euro) und mit Spezialwerkzeug (welches er nicht besaß) die Türklinke dann durch dieses Loch von Innen zu betätigen. Also blieb dem mittlerweile total abgeschwitzten Mann, der sogar seinem Sohn Justin :-) per Handy “Gute Nacht”  sagen musste, nichts anderes übrig, als einen Kollegen zur Hilfe zur Rufen, der diese “Teleskopstange” hatte.

Kaum war dieser da, war der Spion entfernt, die Teleskopstange durch das enstandene Loch in der Tür gesteckt und die Tür offen (t=3,5h). Die trotz der ewig langen Versuche gute Arbeit und während der ganzen Zeit wirklich höfliche Art versaute sich der gute “Herr Harry” am Ende leider durch mehrere Ansätze den Rechnungsbetrag hochtreiben zu wollen. Nach 3,5 Stunden vor der eigenen Wohnungstür warten, hatte ich keine Muse mehr, mich in etliche Diskussionen verwickeln zu lassen, weswegen ich den einen der Versuche zuließ, die anderen aber ganz klar abblitzen ließ. So verkaufte er mir den neu eingebauten Spion, obwohl der alte doch nicht defekt und wieder einsetzbar gewesen wäre. Nun gut. Nur schade für ihn, denn das und weitere solcher Versuche, trüben das Gesamtbild seiner sonst wirklich guten und zuvorkommenden Arbeit. Kann ich die Jungs also weiterempfehlen? Ein klares JA, mit der Einschränkung, dass man jedoch bei der Rechnung aufpassen und standhaft bleiben muss.

Fazit meines gestrigen unfreiwilligen Hausflur-Campings: Nach 3,5 Stunden Indoor-Waiting, vier besuchten Nachbarn, zwei Schlüsseldienst-Mitarbeitern, zwei verpassten Kinofreikarten später und um etwas Geld ärmer, bin ich mir bewusst und sicher, dass meine Wohnungstür (selbst mit nur zugezogener Tür) ein ziemliches Hindernis für jeden Einbrecher darstellt.

Jetzt fühle ich mich sicher! ;-)

Fazit Nr. 2: Joggen ist ein teuerer Spaß! :-)

Herzlichen Glückwunsch! Dein iPad ist da!!!

Okay zugegeben, ich bin etwas verspätet, darüber zu schreiben, aber vorher kam ich einfach nicht dazu. Zuviel musste ich mit meinem neuen Spielzeug beschäftigen. :-) Kaum hatte ich hier über die mangelnde Verfügbarkeit der iPads geschrieben, wurde ich am gleichen Dienstag (zum Glück) eines Besseren belehrt. Auf dem Rückweg von meiner Voruntersuchung bekam ich die langersehnte Mail vom Apple Store in Frankfurt:

Es vergingen keine 30min und ich war Vorort :-) Interessanter Weise, waren schon mehrere Kunden vor mir da, die freudestrahlend in den Store kam und den erfreulichen Satz sagen konnten: “Ich habe eine Mail bekommen, dass ich mein iPad abholen kann”. Continue reading ‘Herzlichen Glückwunsch! Dein iPad ist da!!!’

DKMS – Voruntersuchung durch

An dieser Stelle nur ein kurzes Update zum DKMS-Post vor einige Tagen: Gestern war ich beim Frankfurter Blutspendedienst und habe die Voruntersuchung absolviert. Nach Bergen von Papierkram, den ich lesen musste, einer Urinprobe und etwas Wartezeit, wurde mir das Vorgehen bei der Spende selbst erläutert. Zudem wurde ich über eventuelle Risiken aufgeklärt und meine Milz auf Auffälligkeiten untersucht. Nachdem ich zusätzlich gefühlte 20 Röllchen Blut lassen durfte,

bekam ich noch einen ganzen Beutel voller Spritzen, die ich mir Ende des Monats vorbereitend selbst in die “Bauchspeckfalte” werde jagen dürfen. Sollten meine Blutergebnisse erwartungsgemäß in Ordnung sein, wird es dann langsam ernst.

Bis zu zehn Tage vor der eigentlichen Spende kann ich mich noch dagegen entscheiden. Ab diesem Zeitpunkt wird der Patient auf die Spende vorbereitet, indem sein eigenes Knochenmark zerstört wird. Somit tragen die Spender – somit auch ich – ab diesem Stichtag die Verantwortung für den Empfänger der Spende mit. Eine gewisse Last, die einem auferlegt wird und doch gleichzeitig eine große Möglichkeit, etwas Gutes und Sinnhaltiges zu tun.

PS: Da man bei der Spende selbst ca. 5 Stunden “an der Maschine” hängt und seine Arme nicht wirklich bewegen kann, wurde mir angeraten, mir eigene DVDs mitzubringen. Habt ihr Film-/DVD-Empfehlungen, die ich mir bis dahin unbedingt besorgen sollte?

Wenn die DKMS drei Mal klingelt

Eigentlich bin ich vor langer Zeit – damals noch als ordentlich immatrikulierter Student – mehr zufällig in die Roadshow der DKMS reingeplatzt. Damals nahmen Medizin-Studenten Blutproben von Freiwilligen für die Knochenmarkspenderdatei. Da hier kein Risiko bestand und ich potentiell Menschen in Not helfen konnte, füllte auch ich ein Röllchen. Positiver Nebeneffekt: Ein kurzer Check auf Krankheiten (u. a. HIV) war mit Abgabe der Blutprobe sozusagen inbegriffen.

Lange hörte ich  nichts von der DKMS. Lediglich hin und wieder einer dieser Massenbriefe, dass die DKMS noch besteht, welche Aktionen in naher Zukunft geplant sind etc. Anfang dieses Jahres kam  jedoch etwas Musik ins Spiel: Ein Brief der DKMS lag im Briefkasten, der besagte, dass ich zu einem erweiterten Kreis von potentiellen Spendern gehöre, die einem an Leukämie erkrankten Menschen helfen könnten, die Krankheit zu besiegen. Der Brief wurde zeitgleich mit einem Anruf der DKMS-Hotline begleitet, über die ich wirklich freundlich und kompetent beraten wurde. Ich wurde gebeten eine weitere Blutprobe abzugeben, um eine finale Typisierung durchzuführen und so sicherzustellen, dass ich gänzlich zu dem genannten Patienten passe. Also gesagt getan und ab mit dem vorgefertigten Päckchen in den Briefkasten. Continue reading ‘Wenn die DKMS drei Mal klingelt’

Live from Frankfurt – the first post

Es hat ganz schön lange gedauert, dass ich 1. Zeit und 2. auch Muse habe, mein Blog mit Inhalt zu füttern und dem ganzen auch wieder Leben einzuhauchen. Ganze 2 1/2 Wochen hat das gedauert. Eigentlich war das auch absehbar. Vom Studium direkt in der Beruf. Da bleibt es nicht aus, dass man sich an den neuen Rythmus gewöhnen, seinen Alltag neu managen und sich in der neuen Stadt zurecht finden muss. Mittlerweile kann ich behaupten, einigermaßen in Frankfurt angekommen zu sein. In dem Netz der öffentlichen Verkehrsmittel finde ich mich nun auch ganz gut zurecht, nachdem ich in der ersten Tagen ab und zu mal in der falschen U-Bahn saß ;-)

Auch nach der langen Durststrecke des Bloggens (Twitterns) bin ich ganz guter Dinge, die Schlagzahl der Posts in Zukunft wieder erhöhen zu können. Alles andere wäre ja auch ein Armutszeugnis. Ich werde in den nächsten Tagen hier die vergangenen 17 Tage nachholen und das ein oder andere davon berichten.

So viel sei schon mal gesagt: Selbst Frankfurt bietet – zu meiner Verwunderung – auch Erinnerungen an die nun abgeschlossene Studienzeit:

Würzburg auch in Frankfurt