Archive for the 'Living Business' Category

Wenn Menschen Hilfe brauchen…

…und auch noch den Mut finden, um diese zu bitten, sollte man zumindest sein Bestes tun. Und das mache ich hier nun auf diesem Wege. Folgenden Artikel findet ihr in der heutigen Deister-Leine-Zeitung. Weil ich die ganze Message transportieren möchte, zitiere ich den ganzen Artikel:

Ilona B. ist ein Mensch, der nach vorne schaut. Doch der Tag im Dezember, der mittlerweile 17 Jahre zurückliegt, hat ihr Leben sehr verändert. An diesem Tag erlitt ihr Mann einen Arbeitsunfall und ist seit dem ohne Bewusstsein – er liegt im Wachkoma. Vor 17 Jahren war Ilona B. gezwungen, ihren Mann in ein Heim zu geben. Jetzt will sie ihn zu sich holen, doch das ist nicht so einfach.

„Das Problem ist, eine geeignete Wohnung zu finden“, sagt die 49-Jährige. Sie müsse behindertengerecht sein. Ein Umbau sei meist sehr aufwendig und schwierig. „Für meinen Mann benötige ich einen ebenerdigen Bereich mit einem großen Zimmer und Bad“, erläutert die Barsinghäuserin. Die Vermieter, mit denen sie bisher gesprochen habe, wollten einen solchen Umbau bislang nicht. Ilona B. berichtet, dass sie als Alleinverdienerin kein Haus kaufen könne, sondern eine Wohnung oder ein Haus mieten müsse.

Jeden Tag fährt die 49-Jährige zu dem Pflegeheim nach Bad Nenndorf, um ihren Mann zu besuchen. Beinahe jeder Aufenthalt in der Einrichtung mache sie ärgerlich und ein wenig verzweifelt: „Die Mitarbeiter dort sind einfach völlig überlastet. Darunter leiden die Patienten und alten Leuten sehr – das sind doch Menschen.“ Wenn sie nach Hause gehe, plage sie das schlechte Gewissen, ihren Mann dort zu lassen. Da keine Verbesserung der Lage in Sicht sei, habe sie immer stärker das Bedürfnis, ihren Mann zu sich zu nehmen. „Ich spiele schon länger mit dem Gedanken“, sagt sie. Bereits vor zehn Jahren habe sie einen Anlauf unternommen, doch auch da habe sie keine passende Wohnung gefunden. Das soll dieses Mal anders werden. Da sie nicht alleine für die Pflege sorgen könne – sie arbeitet auch noch halbtags – hat sie von der Berufsgenossenschaft Konzepte vorgelegt bekommen, die sie unterstützen sollen. Demnach erhalte sie eine Pflegekraft aus Polen, die ebenfalls in der Wohnung lebt. Da auch noch der jüngere Sohn von Ilona B. bei ihr wohne, werde eine Wohnung mit fünf Zimmern benötigt.

Auch wenn der Unfall schon so lange zurückliegt, kommt es für die Barsinghäuserin in nicht infrage, sich weniger intensiv um ihren Mann zu kümmern. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich sein Zustand irgendwann ändert“, sagt die 49-Jährige. Sie habe viel über Wachkoma, der durch Atemstillstand ausgelöst wurde, gelesen. Deshalb gebe es wenig Hoffnung, dass er erwache. „Aber ich möchte trotzdem das Beste aus der Situation machen. Ich weiß, dass er das Gleiche auch für mich getan hätte.“

Wer für Ilona B. eine passende Wohnung oder Umbauideen hat, meldet sich bitte unter der E-Mail-Adresse: miete.haus@gmail.com.

Nicht nur, weil dieses Schicksal aus der Stadt stammt, in der ich aufgewachsen bin, handelt es sich hier um (m)eine Herzensangelegenheit! Darum möchte ich all meine Leser, Blogger, Twitterer etc. bitten, diesen Artikel an alle Interessierten oder potentiell helfenden Personen weiterzuleiten oder auch nur zu erzählen. Facebook,  Xing und Twitter und wie sie alle heißen, zeigen uns heutzutage immer wieder wie klein die Wege zu den entsprechenden Verbindungen, die wir benötigen, von denen wir Nutzen ziehen können, meist sind. Wieso sollte sich also auf diesem Wege nicht auch jemand finden, der um Hannover ein Haus zu vermieten hat? Lasst es uns zumindest probieren!

Vielen Dank vorab an euch von mir und mit Sicherheit auch von Ilona B.!

Unglaublich…

…wie schnell die Zeit doch vergeht. Habe mal eben auf das Datum des letzten Posts geschaut und musste voller Erstaunen feststellen, dass es schon ein halbes Jahr her ist. Und wieder zolle ich all meinen Respekt den Bloggern, die es schaffen praktisch nebenberuflich noch ein bis X Posts pro Tag auf ihren Seiten zu hinterlassen. Ihr seid meine wahren Helden!

Nun, ein halbes Jahr. In solchen 6 Monaten kann sehr viel passieren und ist es teilweise auch. Ich werde versuchen das ein oder andere hier in den nächsten Tagen mal aufzuarbeiten. Natürlich nur die Dinge, die für eine potentielle Leserschaft auch von Interesse sein könnten.

Nur kurz soviel, ich bin umgezogen. Aus Frankfurt Bornheim ist Frankfurt Bockenheim geworden. Aus wenig Quadratmeter etwas mehr. Und wie das in Frankfurt so üblich ist, aus viel Miete noch mehr Miete. Aber das Wichtigste: der Blogtitel bzw. -slogan kann bleiben.

Ich habe mir gerade noch die Blogstatistiken angeschaut und die sind mittlerweile desaströs – wenn wundert’s? Zudem musste ich in den letzten Wochen dabei zusehen, wie ich nach und nach entfollowed wurde, was meiner fast kompletten Web 2.0 Abstinenz zu verdanken ist. Aber bekanntlich kommt ja nach Regen immer wieder Sonnenschein. Die Frage ist nur, wie lange es dauert und wann die nächsten Wolken wiederkommen.

Gute Vorsätze und die Klitschkos

Passend zum Jahresbeginn nehmen sich viele gute Vorsätze für das kommende Jahr vor. Gerade wenn man einen Schreibtisch-Beruf hat, ist es wichtig sich mit Sport fit zu halten. Diesen Ausgleich braucht man meiner Meinung nach einfach, allein als Maßnahme zum Stressabbau. Nicht ganz ungelegen kommt da das Video der Klitschkos und die Aktion von Caschy, der McFit Mitgliedschaften verlost. Da ich aktuell eh auf der Suche nach einem Fitnessstudio bin, wäre es natürlich hilfreich zu gewinnen :-) Zudem hätte ich dann eine Ausrede weniger ;-)

httpv://www.youtube.com/watch?v=IBVQ4EFxZuU

Handkuss und Fingerromantik…

…oder wenn man mit einem Foto aufgemuntert wird:

Mission Accomplished!

Ich wohne (leider) sicher!

Wie manche von euch per Twitter mitbekommen haben, habe ich mich gestern ausgeschlossen. Eigentlich bin ich um diese Art von Missgeschick immer ziemlich gut herumgekommen, habe nie meinen Schlüssel vergessen. Und eigentlich auch gestern nicht! Meinen Schlüsselbund zumindest hatte ich dabei. ABER: Am Vortagabend war ich Joggen. Damit ich nicht den ganzen Schlüsselbund mit mir rumschleppe, pflege ich den Haustürschlüssel vom Bund abzumachen und nur diesen zum Joggen mitzunehmen. Und ihr ahnt es sicher, ich vergass ihn später wieder dranzumachen und ging morgens also mit Schlüsselbund, aber ohne Haustürschlüssel aus dem Haus.

Der Moment an dem man seine Schlüssel aus der Tasche holt und der richtige Schlüssel nicht dabei ist, gleicht einer filmähnlichen Highspeed-Retrospetktive der letzten 24h im Einklang mit einem beißenden Schmerz – ähnlich jenem, den man in der vorderen Stirngegend verspürrt, wenn man zu schnell zu viel eiskaltes trinkt oder isst. Da der Ersatzschlüssel sich ebenfalls ca. 350 km entfernt befindet, war ganz schnell auch diese Idee mit einem typischen Homer Simpson “D’oh” verbunden.

Einziges Glück in der ganzen Misere: Ich hatte mich am morgen beeilt und deshalb die Tür nur zugezogen. Warum sollten die Spezis vom Schlüsselnotdienst (es gibt gefühlte tausend Aabieter in Frankfurt) die Tür also nicht ohne Beschädigungen aufbekommen. Dank iPhone und mobilem Internet also schnell nach ensprechenden Anbietern gesucht. Die Wahl viel relativ schnell auf einen Testsieger von 2001, der für Euro 69,- pauschal Türen öffnet. Am Telefon wurde mir gesagt, dass die Öffnung ohne Beschädigung der Tür und des Schlosses “machbar” sei, wenn die Tür nur zugezogen wurde. Immerhin haben wir im Haus eine Schließanlage, so dass ein wichtiges Kriterium für mich war.

Keine halbe Stunde später war der Mitarbeiter da, der mich äußerlich ein bisschen an Harry aus der zweiten Big Brother Staffel erinnerte. “Harry” war nett und optimistisch. Er versicherte mir, dass er die Tür im Nu geöffnet bekommt und ich schon bald in meinen eigenen vier Wänden stehen kann. Meinen Ausweis oder einen anderen Nachweis, dass ich wirklich zu dieser Wohnung gehöre, wollte er interessanter Weise nicht haben. Selbst die Erkenntnis, dass es sich um eine Doppelfalztür handele, brachte ihn nicht aus dem Konzept:

Ich habe noch niemanden vor seiner Tür stehen lassen!

Nun, wer das Drama per Twitter verfolgt hat, weiß was nun kommt. Geschlagene drei(!) Stunden,…

…etliche Versuche mit Werkzeugen verschiedener Art…

…und das Bemitleiden bzw. teilweise Ignorieren einiger Nachbarn später, kam der gute Mann zu dem Schluss, dass es doch nicht so einfach sei. Das hatte ich bis hierhin gar nicht bemerkt ;-) Aber noch immer hielt er an seiner Aussage fest, während ich so langsam daran zweifelte und mich schon auf die Suche nach Hotels begeben wollte. Schließlich entschloss er sich zu der Möglichkeit, den Spion in der Tür zu beschädigen (Kostenpunkt 15 Euro) und mit Spezialwerkzeug (welches er nicht besaß) die Türklinke dann durch dieses Loch von Innen zu betätigen. Also blieb dem mittlerweile total abgeschwitzten Mann, der sogar seinem Sohn Justin :-) per Handy “Gute Nacht”  sagen musste, nichts anderes übrig, als einen Kollegen zur Hilfe zur Rufen, der diese “Teleskopstange” hatte.

Kaum war dieser da, war der Spion entfernt, die Teleskopstange durch das enstandene Loch in der Tür gesteckt und die Tür offen (t=3,5h). Die trotz der ewig langen Versuche gute Arbeit und während der ganzen Zeit wirklich höfliche Art versaute sich der gute “Herr Harry” am Ende leider durch mehrere Ansätze den Rechnungsbetrag hochtreiben zu wollen. Nach 3,5 Stunden vor der eigenen Wohnungstür warten, hatte ich keine Muse mehr, mich in etliche Diskussionen verwickeln zu lassen, weswegen ich den einen der Versuche zuließ, die anderen aber ganz klar abblitzen ließ. So verkaufte er mir den neu eingebauten Spion, obwohl der alte doch nicht defekt und wieder einsetzbar gewesen wäre. Nun gut. Nur schade für ihn, denn das und weitere solcher Versuche, trüben das Gesamtbild seiner sonst wirklich guten und zuvorkommenden Arbeit. Kann ich die Jungs also weiterempfehlen? Ein klares JA, mit der Einschränkung, dass man jedoch bei der Rechnung aufpassen und standhaft bleiben muss.

Fazit meines gestrigen unfreiwilligen Hausflur-Campings: Nach 3,5 Stunden Indoor-Waiting, vier besuchten Nachbarn, zwei Schlüsseldienst-Mitarbeitern, zwei verpassten Kinofreikarten später und um etwas Geld ärmer, bin ich mir bewusst und sicher, dass meine Wohnungstür (selbst mit nur zugezogener Tür) ein ziemliches Hindernis für jeden Einbrecher darstellt.

Jetzt fühle ich mich sicher! ;-)

Fazit Nr. 2: Joggen ist ein teuerer Spaß! :-)

Verantwortung für sich und Mr. X

Wie ich vor einigen Tagen hier und hier schon berichtete, bin ich aktuell im Prozess der DKMS zur Knochenmarkspende. Gestern habe ich wieder Post erhalten, dass die Laborwerte alle gut sind und ich somit endgültig als Spender qualifiziert bin.

Heute ist der 19.06., d. h. es sind noch genau 10 Tage bis zur eigentlichen Spende und damit befinde ich mich auf der Zielgraden. Das heißt jedoch gleichzeitig, dass ich ab heute – über das alltäglich Maß hinaus – eine besondere Verwantwortung für mich und meinen Körper habe. Ab heute würde ein nachträglicher Verzicht bzw. die Unmöglichkeit zu spenden , dem Patienten (hier: Mr. X) höchstwahrscheinlich das Leben kosten. Da die Empfänger einer Knochenmarkspende eine Chemotherapie durchlaufen müssen, um die kranken Blutzellen zu vernichten, wird eben auch ihr Knochenmark zerstörrt. So wurde es mir erklärt. Diese Behandlung erreicht die 10 Tage vor der Spende eine solche Wirkung, dass ein Zurück nicht mehr möglich ist.  Damit bin ich ganz explizit auch für das Leben (bzw. die Chance zu überleben) des Patienten verantwortlich.

Im ersten Moment lässt dieses Bewusstsein einen schwer schlucken. Andererseits rettet man im besten Falle das Leben eines kranken Menschen und das ist ohne Frage wert, einige Tage etwas kürzer zu treten und auf Bungee-Jumping zu verzichten. Und in Watte packen ist wohl auch zu übertrieben…

PS: Ab Mitte nächster Woche geht es mit den Spritzen los. Ich werde über jeden Einstich berichten…;-)

Überdurchschnittliche Fürsorge, Risikominimierung oder einfach nur FAIL

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo ich dieses Fundstück einsortieren soll. Es passt zu sovielen Kategorien wie z. B. EDV-Fail, Politik oder einer überdurchschnittlichen Fürsorge durch unsere Krankenkassen :-) Zugespielt wurde mir dieses Musterstück an Fail aus meiner Familie. Danke dafür!

Eigentlich müsste man(n) mit Herrn Fries Kontakt aufnehmen und sich für diese überaus große Fürsorge bedanken. Das nennt man wohl ein 1A-Service-Leistung. Andererseits erklärt das natürlich auch, warum die Geldtöpfe der Krankenkassen in Deutschland leer sind. Ich warte auf den Tag, an dem eine weibliche Person in meinem Umfeld eine Einladung zu einer Prostata-Untersuchung bekommt. :-) Irgendwie ja unfair, mir Bonuspunkten zu locken, die man(n) eh nie erhalten wird. Herr Rösler übernehmen Sie!