Eigentlich bin ich vor langer Zeit – damals noch als ordentlich immatrikulierter Student – mehr zufällig in die Roadshow der DKMS reingeplatzt. Damals nahmen Medizin-Studenten Blutproben von Freiwilligen für die Knochenmarkspenderdatei. Da hier kein Risiko bestand und ich potentiell Menschen in Not helfen konnte, füllte auch ich ein Röllchen. Positiver Nebeneffekt: Ein kurzer Check auf Krankheiten (u. a. HIV) war mit Abgabe der Blutprobe sozusagen inbegriffen.
Lange hörte ich nichts von der DKMS. Lediglich hin und wieder einer dieser Massenbriefe, dass die DKMS noch besteht, welche Aktionen in naher Zukunft geplant sind etc. Anfang dieses Jahres kam jedoch etwas Musik ins Spiel: Ein Brief der DKMS lag im Briefkasten, der besagte, dass ich zu einem erweiterten Kreis von potentiellen Spendern gehöre, die einem an Leukämie erkrankten Menschen helfen könnten, die Krankheit zu besiegen. Der Brief wurde zeitgleich mit einem Anruf der DKMS-Hotline begleitet, über die ich wirklich freundlich und kompetent beraten wurde. Ich wurde gebeten eine weitere Blutprobe abzugeben, um eine finale Typisierung durchzuführen und so sicherzustellen, dass ich gänzlich zu dem genannten Patienten passe. Also gesagt getan und ab mit dem vorgefertigten Päckchen in den Briefkasten.
Hier möchte ich einschieben, dass sich alle Mitarbeiter bei der DKMS, mit denen ich bisher Kontakt hatte, wirklich viel Mühe geben und einen absolut top begleiten und beraten. Alle Kosten werden getragen, es wird sogar dafür gesorgt, dass keine Praxisgebühr anfällt, wenn man zur Blutprobe zum Hausarzt muss.
Kurze Zeit später der nächste Brief (wieder begleitet durch einen Anruf): Ich passe zum Patienten, mein Knochenmark kann ihm/ihr wirklich helfen! Nachdem ich über alle weiteren Schritte un Konsequenzen aufgeklärt wurde, wurde ich höflich gefragt, ob ich den nächsten Schritt tun möchte und immer noch bereit bin mein Knochenmark (nicht zu verwechseln mit Rückmark!!!) zu spenden. Also: Wer A sagt, muss auch B sagen!
Kurze Zeit später kam schon wieder(!) ein Brief, diesmal ohne Anruf ;-), dass der Patient aktuell nicht in der Verfassung sei, eine entsprechende Spende zu erhalten bzw. die vorbeitende Zerstörung des eigenen Knochenmarks zu überstehen. Man bat mich um Geduld und teilte mir mit, dass ich für Mister X erst einmal bis Ende Mai “reserviert” sei.
Wieder ist Zeit vergangen – dieses Mal bisschen mehr. Gestern dann der dritte und vorerst entscheidende Anruf: “Wenn Sie weiterhin bereit sind zu spenden, kann es nun losgehen”. Also kurzer Hand alle organisatorischen Fragen mit der netten Dame vom DKMS geklärt und den Segen des Arbeitgebers geholt. Eine Voruntersuchung in der Entnahmeklinik in Frankfurt steht noch aus, bis Ende Juni die entgültige Spende von Statten geht.
Für mich war es eigentlich nie eine wirkliche Frage, ob ich nicht doch ablehne und auf andere Spender mit ähnlichen Merkmalen hoffe. Immerhin kann ich einem Menschen helfen und ihm im besten Fall das Leben retten! Und irgendwie freue ich mich darauf. Es bleibt nur zu hoffen, dass ich letzendlich tatsächlich etwas zu der Genesung des Empfängers beisteuern kann. Dieser kann übrigens irgendwo auf der Welt sein, da die DKMS weltweit agiert. Aus Datenschutzgründen erfährt man nicht, an wen die Spende geht, wenngleich der Empfänger nach zwei Jahren die Möglichkeit hat, seinen persönlichen Spender zu kontaktieren.
To be continued…

Das ist ein interessanter Artikel. Es ist wirklich wichtig, dass so viele Menschen wie möglich auf die Möglichkeit Knochenmarkspender zu werden aufmerksam gemacht werden. Auch wir unterstützen die DKMS und veranstalten deshalb am 31.07.2010 ein großes Sommerfest. Es ist bereits unsere 3. Wohltätigkeitsveranstaltung in diesem Jahr und die erste gemeinsame Aktion mit der DKMS. Jeder der möchte, kann ab 14 Uhr einfach unverbindlich vorbei kommen, es wartet ein volles Programm. Weitere Informationen gibts unter: http://www.rhoen-park-hotel.de/news/article/2010/07/12/dkms-wir-helfen-helfen.html
Vielen Dank und wir hoffen auf Ihr Kommen und Ihre Unterstützung!